Rob Lynch – All These Nights In Bars Will Somehow Save My Soul


Artist: Rob Lynch

Titel: All These Nights In Bars Will Somehow Save My Soul

Grand Hotel van Cleef / Indigo

Vö: 22.11.2013


Ist es möglich eine Folkrock-Review zu schreiben ohne Frank Turner zu erwähnen? Ein Versuch.
Das Grand Hotel van Cleef hat mal wieder ein Zimmer vergeben. Diesmal ist ein Gast aus London zu Besuch: Rob Lynch veröffentlicht sein Debüt-Album „All These Nights In Bars Will Somehow Save My Soul“ bei der Hamburger Indie-Institution.

Auffallend ist vor allem die Pub-Atmosphäre, die das Album über die gesamte Spieldauer vermittelt. Dies liegt nicht nur am guten – und vor allem langen – Albumtitel, sondern auch am mehrstimmigen Gesang, der immer wieder einzelne Passagen der Songs besonders betont und erfolgreich zum lauten Mitsingen animiert. Als Beispiel sei hier „Broken Bones“ genannt. Aber auch die leiseren Teile des Albums in denen Rob Lynch mit seiner Gitarre und seinem tollen Londoner Akzent alleine gelassen wird, wissen zu begeistern und bilden mit Songs wie „True Romance“ einen guten Ausgleich zum Rest von „All These Nights In Bars Will Somehow Save My Soul“.

An Kollegen wie Frank Turner (ach verdammt, es klappt einfach nicht ihn in diesem Zusammenhang nicht zu erwähnen) reicht das alles zwar noch nicht so ganz heran, aber es wird sicherlich nicht mehr lange dauern, bis die zwei sich auf Augenhöhe begegnen. Um den Albumtitel noch einmal aufzugreifen: Rob Lynchs Debüt ist wie ein Pint Guinness. Sicherlich wird es nicht jedem gefallen, aber diejenigen, denen es gefällt, wissen, was sie daran haben. Und jetzt alle: „You’re not coming home with broken bones!“