Andrew Jackson Jihad – Christmas Island


Artist: Andrew Jackson Jihad

Titel: Christmas Island

SideOneDummy / Cargo

Vö: 09.05.2014


Ein kleines Porzellan-Hündchen, blutige Zähne, die herunter baumeln, Glitzer und der Bandname Andrew Jackson Jihad. Wer jetzt etwas total Abgedrehtes erwartet, hat einfach mal vollkommen Recht. Die Folkpunker geben mit „Christmas Island“ ihren Einstand bei SideOneDummy Records und überzeugen wie gewohnt mit ihrer sehr eigensinnigen Art.

Das Ganze albern zu nennen, würde Andre Jackson Jihad nicht gerecht werden. Die Band hat sehr skurrile Texte – geht aber wiederum nie wirklich ins komplett Lächerliche. Viel mehr spielt man mit dem Hörer und lässt gewollt offen, wohinter nun wirklich eine tiefsinnige Botschaft steckt und was einfach nur zusammenhangslos zusammengesteckt wurde. Genie und Wahnsinn lagen selten so nah beieinander wie hier. „Haben die das gerade wirklich gesungen?“ – Track zurückspulen. – „Tatsächlich!“

Als Beispiel für den Songwriting-Stil der Band eignet sich vor Allem der Text von „Angel Of Death“, der durchaus amüsanten Zeilen wie „I am a blank page in a notebook, waiting to be filled with countless drawings of cocks.“ wenig später „(…)Cody doesn’t have friends, and his parents hate each other, and he wants to find a better way to love his family.“ entgegensetzt und den Song gleich in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Der einzige Kritikpunkt – und wenn man sich so umschaut, wird dies des Öfteren bemängelt – ist die Tatsache, dass es der Song „#Armageddon“ vom wunderbaren Live-Album „Live At Crescent Ballroom“ nicht auf „Christmas Island“ geschafft hat.