The Gaslight Anthem in Düsseldorf


Artist: The Gaslight Anthem

Ort: Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf

Datum: 29.10.2014


“Stay Vicious” gehört zu den lautesten Songs des aktuellen The Gaslight Anthem-Albums “Get Hurt”. Wie sich zu Beginn des heutigen Konzerts schnell zeigt, eignet sich dieser zudem auch bestens als Opener. Der treibende Charakter des Songs lässt die Show direkt auf einem hohen Niveau starten, welches die Band den ganzen Abend über aufrecht erhält.

Wenn man berücksichtigt, dass Tourgitarrist Ian als Ersatz für Adam Levine am Bass einspringen muss und ein Roadie der Band kurzerhand die dritte Gitarre übernimmt, ist die Qualität, die The Gaslight Anthem an den Tag legen, mehr als beachtlich. Sowohl Songs vom ersten Album wie “We Came To Dance” als auch neue Songs wie “Dark Places” mischen sich in die knapp zweistündige Setlist. Besonders letzterer hat definitiv das Potential ein Live-Standard zu werden.

Auffällig ist an diesem Abend vor allem die Gesprächsfreude von Sänger Brian Fallon. Während er auf anderen Konzerten teilweise schon recht wortkarg wirkte, gibt es heute ausgiebige Gespräche mit Fans und Diskussionen über Katzen und Frettchen. Den Zuschauer-Wunsch nach “Great Expectations” muss er allerdings zunächst verwehren, da der temporäre Gitarrist diesen noch nicht komplett beherrscht. Stattdessen gibt es aber das Versprechen, dass der Song im späteren Verlauf des Abends von Brian alleine gespielt wird.

Die Einlösung dieses Versprechens ist nur ein Teil der gelungenen Zugabe. Neben “The ’59 Sound”, der TGA-Hymne überhaupt, gibt es natürlich auch “Handwritten”. Für eine Überraschung sorgt die Band mit einer energiegeladenen Interpretation des durch The Animals bekannt gewordenen Traditionals “House Of The Rising Sun”. Abgeschlossen wird der Abend dann noch einmal mit einem Song aus den Anfangstagen: “We’re Getting A Divorce, You Keep The Diner”.

The Gaslight Anthem sind live derzeit auf der Spitze ihrer bisherigen Karriere. Es gibt an diesem Abend tatsächlich absolut nichts auszusetzen. Das war bei dieser Band vielleicht nicht immer so, aber wenn die zukünftigen Auftritte auch nur annähernd auf dem Level des heutigen Abends bleiben, dann ist die Band auf dem besten Weg selbst eine von den ganz großen Rock-Bands zu werden.

Foto: Drew Gurian

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