The Menzingers in Berlin



Artists: The Menzingers, The Smith Street Band, The Holy Mess

Ort: Cassiopeia, Berlin

Datum: 11.10.2014


Was für ein Line-Up! Im restlos ausverkauften Cassiopeia geben sich am Samstag The Holy Mess, The Smith Street Band und The Menzingers die Ehre – und reißen die Bude ab.

The Holy Mess: Als Opening Band hat man’s ja bekanntlich nicht leicht, doch Menzingers Phylli-Freunde The Holy Mess wissen jedoch von Anfang an zu überzeugen. Ob’s daran liegt, dass sie fast komplett das vor Kurzem veröffentlichte Album ‚Comfort in the Dischord‘ spielen, oder daran, dass sie nur in Unterwäsche und Pudelmützen bekleidet auftreten: Die Jungs wissen was sie tun und machen einfach Spaß! Einziges Manko ist der Sound – sehr schraddelig abgemischt, gerade bei den ersten drei Songs; so braucht man eine Weile zum warm werden.

The Smith Street Band: Als nächstes lassen sich The Smith Street Band feiern – auch wenn die Australier nicht so ganz meinen Geschmack treffen, legten sie ein tolles Set ab! Sogar im oberen Stockwerk beim Bierholen kann man die Fans bei „Don’t Fuck with our Dreams“ mitsingen hören – schön, wenn man einen derartigen Support erfährt!
Ich freue mich den ganzen Abend tierisch auf die Menzingers, da ich diese schon viel zu lange nicht mehr gesehen habe und das neue Album sehr abfeiere.

The Menzingers: The Menzingers eröffnen ihr Set mit „I don’t wanna be an asshole anymore“ und schon bei den ersten Tönen ist klar: Das Publikum ist auf ihrer Seite! Wunderbar mit anzusehen, wieviel Spielfreude und Spaß die Philadelphier an den Tag legen – und toll, wieviel Enthusiasmus und Liebe ihnen entgegen gebracht wird. Hier stimmt einfach alles, der Sound ist super abgemischt, die Band tight wie Schnitzel – und wenn nicht, werden Späßchen drüber gemacht – und in guter Stimmung. Toll auch, dass alle meine Lieblingslieder von ‚On The Impossible Past‘ dabei sind: „Mexican Guitars“, „Good Things“, „The Obituaries“ … und der beste Teil: 300 verschwitzte Musiknarren gröhlen zusammen „I will fuck this up – I fucking know it!“
Ein wirkliches spitzen Konzert, das mit einem Rancid Cover abgerundet wird – ich freue mich schon riesig auf die Festivals nächstes Jahr, wenn die Band wiederkommen wird.

Text: Clemens Richard

Bilder: Adina Scharfenberg (AS Pictures)

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