New Native im Interview


Viele haben sich verwundert die Augen gerieben als die Wiener von New Native plötzlich als Support von Pianos Become The Teeth und Silver Snakes bestätigt wurden.
Dabei sind die Jungs um Frontmann Michael von Blind of 69 Szenekennern bereits ein Begriff. Der Grund ist ganz einfach: Die Band schreibt verdammt eingängige Rocksongs, die sich im Ohr festnagen. Wir haben den Durchstartern deshalb ein paar Fragen gestellt.

Ihr seid ja noch eine sehr junge Band. Erzählt doch mal wie ihr euch gefunden habt.

Wir spielten vor New Native alle schon in unterschiedlichen Bands und lernten uns so durch gemeinsame Konzerte kennen. Ich (Michael – Gesang, Gitarre) spielte eine Zeit lang mit Christian (Gitarre) in einer Pop-Punk Band und mit Simon (Bass) war ich in einem Hardcore-Projekt aktiv. Unser Drummer Alex spielte damals bei einer befreundeten Punk-Band, die sich dann in etwa zur selben Zeit auflösten wie unsere anderen Projekte. Nachdem wir aber alle weiterhin Musik machen wollten, beschlossen wir gemeinsame Sache zu machen und New Native war geboren.

Michael, du warst ja zuvor in Blind of 69 aktiv. Warum gibt es die Band nicht mehr?

Die Band fühlte sich einfach nicht mehr richtig an. Es gab gegen Ende zu große persönliche Differenzen und es schien, als wäre keiner mehr so richtig bei der Sache.

Was macht ihr sonst noch so neben New Native? Studiert ihr? Wenn ja, was?

Arbeiten und Studieren. Unser Drummer Alex fängt nächstes Semester an zu studieren, Christian (Gitarre, Gesang) arbeitet als Webdesigner, Simon studiert Medizin in Wien und ich studiere BWL (nein, ist kein Scherz) und arbeite nebenbei. Das klappt eigentlich alles ganz gut und lässt sich mit der Band vereinbaren.

Euer Debüt “Twisting” kam ja bei den Leuten sehr gut an. Wie habt ihr das Feedback wahrgenommen?

Wie du schon sagst, wir wurden von dem positiven Feedback auch total überrascht. Die Platte kam letztes Jahr kurz nach unserer Gründung zu Stande und wir waren damals eigentlich alle sehr mit dem Resultat zufrieden. Mit derart guten Reaktion hatte allerdings keiner von uns gerechnet.

Die Vinylplatte ist im Kollektiv mit mehreren Labels erschienen. Wie ist es dazu gekommen?

Mit Ax von Goddamn Records hatte ich schon zu Blind Of 69 – Zeiten Kontakt. Nachdem er auf einen New Native Demo-Song auf Youtube aufmerksam wurde, kamen wir wieder ins Gespräch und er bot uns an, die Platte zu machen. Während wir mit den Aufnahmen zu “Twisting” beschäftigt waren, kontaktierte uns auch Dennis von Tief in Marcellos Schuld Records über unsere Tumblr-Seite. Heinzel von Shivery Productions lernten wir auch in etwa zur selben Zeit über das Internet kennen. Um für alle Labels die Kosten zu senken und ein breiteres Publikum zu erreichen, entschieden wir uns dann Twisting als Co-Release über Goddamn, Tief in Marcellos Schuld und Shivery Productions herauszubringen.

Bei euch passiert ja gerade sehr viel. Ihr seid bald mit Pianos Become The Teeth und Silver Snakes auf Europa-Tour. Von wem wurdet ihr da gefragt?

Die Anfrage kam direkt von der Booking Agentur.

Was für ein Gefühl war das als ihr das Angebot bekommen habt?

Großartig. Wir dachten anfangs, das wäre ein Scherz. Als wir aber dann die Zusage bekamen, war die Freude riesengroß und wir sind sehr dankbar für diese Chance.

Auf welche Städte freut ihr euch besonders? was sind eure Erwartungen?

Wir freuen uns schon wieder riesig auf Deutschland. Wir hatten ja letzten Sommer schon ein paar Shows in Deutschland und die waren alle so großartig, dass wir’s kaum erwarten können zurückzukehren. Auch die UK Dates sind mit Sicherheit ein Highlight dieser Tour. Das war immer ein großer Traum von uns, mal ein paar Shows auf der Insel spielen zu dürfen.
Aber wir schrauben unsere Erwartungen nicht zu hoch. Wir sind wahnsinnig dankbar dafür, überhaupt mitfahren zu dürfen. Wir freuen uns einfach auf eine gute Zeit, viele neue Eindrücke und nette Menschen.

Zuvor wart ihr ja schon auf Headlining-Tour in Europa. Wie war das?

Gut war das. Wir waren mit Have No Clue aus Ungarn 10 Tage lang in einem Bus gemeinsam unterwegs und spielten Konzerte in der Slowakei, Deutschland, Belgien, Frankreich und Österreich. Wir hatten eine tolle Zeit, zum Glück keine Autopanne und auch die Shows waren auch immer gut besucht.

Was plant ihr derzeit für das Jahr 2015?

Momentan liegt der Fokus auf der Tour im Jänner. Danach wird es aufgrund von Arbeit/Uni wieder ein bisschen ruhiger werden, aber mal abwarten was sich noch ergibt. Und vielleicht gibt’s 2015 auch wieder neue Musik.

Interview: Clemens Richard
Foto: Alex Dietrich

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