Andrew Paley in Bochum


Artist: Andrew Paley

Ort: Neuland, Bochum

Datum: 09.12.2014


The Static Age aus Chicago sind eine dieser Bands, die man fast jedes Jahr in kleinen Clubs erleben kann. Mit Alben und EPs die auf Flix Records und Uncle M erschienen sind, haben sich die Post-Punks bereits eine kleine Fangemeinde in Europa aufgebaut. Sänger Andrew Paley auf Solo ist dennoch eine Neuheit. Nach einigen Support-Slots für Garreth Klahn und Karl Larson schließt die Tour mit zwei Headline-Auftritten ab. Einer davon findet heute im Neuland in Bochum statt.

Das Neuland in Bochum ist eins dieser sympathischen kleinen Kaffeehäuser/Restaurants/Wohnzimmer, die in den letzten Jahren in immer mehr Städten aus dem Boden sprießen. Auch wenn die Musiker hier mitten im Raum stehen, gliedern sie sich dennoch voll und ganz in das Ambiente ein.

Bevor Andrew Paley an der Reihe ist, gibt es noch einen kleinen Supportact. Stefan Flanders, der sich einen zweiten Gitarristen als Unterstützung mitgenommen hat, schreit während seines kurzweiligen Auftritts die ganze Bude zusammen und erinnert irgendwie an eine Mixtur aus Clickclickdecker und Muff Potter ohne Strom.

Nach dieser Darbietung tritt Mr. Paley schließlich mit seiner Gitarre in den Raum und bietet mit “Amphibian” direkt den ersten The Static Age-Song. Da er vor kurzem erst ein Tape bei Flix Records veröffentlicht hat, gibt es mit “Feeling Detroit” natürlich auch einen Song hiervon.

Als wäre das Tape, die eigene Solo-Platte und die vielen Songs, die The Static Age bereits veröffentlicht haben, nicht genug, garniert Andrew das Set mit drei Coversionen. Zum einen gibt es “Waltz #2 (XO)” von Elliot Smith, einen Song, den er am Vorabend sogar zusammen mit Smiths ehemaligen Keyboarder performen durfte. Die zweite Cover-Version ist eine reduzierte Version des Hank Williams Klassikers “I’m So Lonesome I Could Cry”, dem Andrew mit seiner Stimme eine ganz eigene Note verleiht. “I Can’t Hardly Wait” von The Replacements kennt man bereits aus den Sets von The Static Age. Auch hier verleiht die Interpretation des Künstlers dem Song ein Eigenleben.

Im Vordergrund stehen aber heute eindeutig die Songs von The Static Age. So gibt es mit “These Days”, “Count The Dead”, “Ghosts”, “Eulogy” einen Querschnitt durch die bisherige Discography der Band, bei dem einige Songs nach eigener Aussage heute ihre Akustik-Premiere feiern. Mit “Alarms” wird zudem auch das 2007 erschienene Solo-Album “White Rooms” nicht außen vor gelassen und rundet einen Abend ab, nachdem man sehr zufrieden nach Hause geht und auf die nächsten Shows – mit oder ohne Band – hinfiebert.

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