The Dimensions im Interview


Mit dem Album  “Antelopes” passten The Dimensions perfekt in die Reihe der kleinen Punkbands auf die sich das Hamburger Label Zeitstrafe spezialisiert hat.  Nun gibt es mit “Blue Smoke” endlich neues Material der drei aus Köln. Für uns Grund genug um Franky zu all dem und noch viel mehr (Stichwort: Skateboardunfälle) auszuquetschen:

Ihr seid ja alle megamäßig beschäftigt mit Ausbildung, Jobs, anderen Bands. Erzähl doch mal, was ihr so in der letzten Zeit getrieben habt.

Also Maarten wohnt ja jetzt schon etwas länger in Düsseldorf, weil er dort ne Ausbildung zum Logopäden macht. Außerdem hat Maarten sich erst neulich mit seiner Freundin nen Hund zugelegt, mit dem er glaube ich recht viel Zeit verbringt. Musikalisch ist er neben Dimensions noch bei Underparts und Annotation aktiv.
Simon trifft man unter der Woche beim Music Store in Köln an. Der arbeitet da in der Gitarrenwerkstatt und baut sich da ständig neue Gitarren zusammen, wenn er die Zeit dazu findet. Ansonsten hilft er seit Mitte des Jahres recht oft bei Goodbye Fairground aus und spielt mit mir noch bei Port Rois.
Ich studiere derzeit noch, spiele mit Maarten bei Underparts und mit Simon bei Port Rois.

Wie kam es dazu dass ihr jetzt mit einer 7″ um die Ecke kommt?

Da gibt es mehrere Gründe. Der erste ist, dass 7″ an sich einfach ein tolles Format ist zum Musikhören. Wer hört schon ein ganzes Album am Stück, ohne sich nebenbei mit was Anderem zu beschäftigen. Ich zumindest nicht.
Der zweite Grund ist die Kehrseite, also die Produktion. Als wir letztes Jahr im Dezember über die nächsten Aufnahmen gesprochen haben, hatten wir vier Lieder grob stehen und der einzige absehbare Zeitraum, zu dem wir gemeinsam ohne ständige Unterbrechungen aufnehmen konnten, war zwischen Weihnachten und Neujahr.
Ein Freund hat uns dann einige Mikros geliehen und dann haben wir die Lieder selber aufgenommen. War ein Experiment, aber da lag auch der Reiz drin.

Das Artwork ist ziemlich schick. Wer hat’s gemacht und was war die Idee dahinter?

Das Artwork stammt von Jamie Morrison von den Pale Angels. Als Maarten und ich letztes Jahr mit Underparts in der UK eine Tour gespielt haben, haben wir bei Jamie in Swansea übernachtet. Er hat bzw. hatte ein ziemlich freakiges Haus, in dem so ziemlich jeder Gegenstand angemalt war. Eine Sache fanden Maarten und ich beide total toll. Das war so eine angemalte Holzklappe von einem Sicherungskasten. Aus diesem Bild ist letzten Endes unser Cover entstanden, weil es von der Stimmung gut zu dem Titelstück “Blue Smoke” passt.

“Antelopes” ist 2012 auf Zeitstrafe erschienen. Hat sich durch das Label bei euch eigentlich viel verändert? Also was die Wahrnehmung der Band bei den Leuten anbelangt oder dass ihr selber anders an Dinge wie das Songwriting herangeht?

Klar, Zeitstrafe hat uns glaube ich echt einen guten Schritt nach vorne gebracht. Als Band ein Album zu haben, wirkt sich glaube ich auch direkt auf die Wahrnehmung aus. Renke hat uns aber auch schon vor der “Antelopes” ziemlich viel geholfen. Vor allen Dingen dadurch, dass wir viel mit Antitainment und Trip Fontaine spielen konnten.
Das Songwriting hat sich nach der “Antelopes” schon stark geändert. Bis dahin haben wir bei jedem Release erst recht aufwendige Voraufnahmen gemacht und dann im Studio einfach nur genau das nachgespielt, was wir zuvor in den Voraufnahmen erarbeitet haben. Bei “Blue Smoke” war das ein viel intuitiverer Prozess. Wir haben einfach angefangen aufzunehmen und dann solange an den Songs gebastelt bis wir die gut fanden.

Wann kommt ihr eigentlich mal wieder auf Tour?

Puh. Gute Frage. Ich hoffe mal, dass wir es diesen Sommer schaffen, aber konkrete Pläne gibt es da noch nicht.

Ich finde bei euch total super, dass ihr nur zu dritt seid. Inzwischen haben ja alle Punkrock Bands zwei Gitarristen. Habt ihr euch schon mal überlegt noch jemanden mit ins Boot zu holen?

Wir haben 2007 sogar mal mit zwei Gitarristen geprobt, aber das hat gar keinen Spaß gemacht. Sonst waren wir hin und wieder mal zu viert, wenn Maarten sich mal wieder den Mittelhandknochen gebrochen hat. Das ist insgesamt dreimal passiert. Einmal hat er an seinem Geburtstag einen Fakie 360° von der Veranda gemacht und ist auf der Hand gelandet.

Was sind so eure derzeitigen Lieblingsbands?

Maarten hört momentan viel The National und dann noch die “Cuban Balerina” von Dead to Me seitdem raus gekommen ist, dass die wieder mit dem alten Gitarristen Jack Dalrymple an neuem Material arbeiten.
Simon hört Timeshares und Northcote.
Ich höre schon seit Monaten ständig die “Different Class” von Pulp, sonst Ty Segall und beim Radfahren Omar Korshid.

Kommt demnächst noch das nächste Full Length?

Zumindest sind wir gerade schon wieder fleißig dabei, neue Lieder zu schreiben.

Interview: Clemens Richard

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