Live: Dropkick Murphys in Köln


Mit der Celtic Punk Invasion Tour machen die Dropkick Murphys auch in Köln Station. Gleich drei Gäste haben die Bostoner heute mitgebracht und gestalten den Abend fast schon wie ein kleines Festival.

Den Start übernimmt Bryan McPherson, der das restlos ausverkaufte Palladium mit seinen ruhigen Folk-Songs sehr schnell für sich gewinnen kann. Weitaus rustikaler geht es hingegen bei Blood Or Whiskey. Die Iren bringen das Publikum langsam auf Mosh-Temperatur. Als dann wenig später The Mahones die Bühne betreten, reagiert die Menge so begeistert, dass man glauben könnte, die Dropkick Murphys würden bereits auf den Brettern stehen. Mit Songs wie “Paint The Town Red” und dem neuen Album “The Hunger & The Fight” verbreiten die Kanadier gute Laune und machen vor allem Lust auf mehr.

Ausgelassene Live-Shows sind eins der Markenzeichen der Dropkick Murphys und ein Grund, weshalb die Band immer wieder gerne auf Festivals gebucht wird. Auch an diesem Abend brennt vom ersten Ton des Intros (“The Foggy Dew” von The Chieftains) an die Luft. Songs wie “Citizen C.I.A.” oder “Sunday Hardcore Matinee” lassen den Anwesenden kaum Zeit zu verschnaufen.

Doch auch die tendenziell eher ruhigeren Songs wie “Rose Tattoo” finden durchaus Anklang im Publikum. Hits wie “Johnny, I Hardly Knew Ya” und “Going Out In Style” finden natürlich ebenso ihren Platz in einem Set, dass die 19 Jahre der Bandgeschichte umfassend wiederspiegelt.

“Caps And Bottles” ist einer der ältesten Songs des heutigen Abends. Doch statt der Dropkick Murphys übernimmt heute Bryan McPherson kurzerhand die Bühne und zeigt eine gelungene Akustik-Version des Songs. Am Ende gibt es dann schließlich noch einmal lautstarke Unterstützung der Band und die intime Stimmung im Palladium schlägt in einen Hexenkessel um.

Bei “I’m Shipping Up To Boston” vermehrt sich ebenfalls die Personenzahl auf der Bühne. Neben Bryan McPherson kommen auch Mitglieder der anderen Support-Bands zur Unterstützung auf die Bühne, um dem wohl bekanntesten Song der Band den passenden Druck zu verleihen.

Mit “The Boys Are Back” eröffnen die Dropkick Murphys ihren Zugabenblock. Dazu werden noch “Skinheads Of The MBTA” und “Kiss Me, I’m Shitfaced” gespielt, bei dem die weiblichen Fans auf die Bühne geholt werden. Zum Schluss des Sets knüpft die Band mit einem Cover von Sham 69s “If The Kids Are United” nochmals an ihre Punkrock-Wurzeln an und lässt ein erschöpftes, aber sehr zufriedenes Publikum zurück.

Highlight: Wohl kaum ein Song verdeutlicht den Sound der Band mehr als “Fields Of Athenry”. Das Cover dieses traditionellen irischen Liedes pusht das Publikum auf die Spitze der Euphorie und wird wie die Hymne einer ganzen Szene lauthals mitgesungen.

(22.02.2015, Palladium, Köln)

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