Chris Farren – Can’t Die


Chris Farren Can't Die

 

Chris Farren hatte in der Vergangenheit bei so einigen Projekten seine Finger im Spiel. Zum Anlass seines neuen Albums “Can’t Die” wollen wir das Phänomen um diesen Ausnahmekünstler ein wenig aufschlüsseln – natürlich im Friends-Stil:
Chris Farren Baby

 

The One with the guys from Naples

Fake Problems war das erste Projekt mit dem Chris Farren in Erscheinung getreten ist. Die Band aus Naples hat drei wunderbare Alben aufgenommen und mit ihrem Sound eine ganz eigene Nische (irgendwo zwischen Against Me! und den Beach Boys) gefunden. Dringende Anspieltipps sind “Heart BPM” und “Magazines”.

 

 

The One with all the shirts

Chris Farren ist kreativ wie kein zweiter. Was man bei Fake Problems schon anhand von Songtiteln wie “Life’s A Drink, Get Thirsty!” erahnen konnte, hat sich auch auf Freunde abgefärbt. So zeichnet er sich unter anderem für den Namen der Band Pet Symmetry (u. A. mit Evan Weiss) und das Heather Gabel Shirt mit dem Aufdruck “My spirit animal is a goth teenager” verantwortlich. Kreativer Höhepunkt hierbei war sicherlich die Reihe um das von Ihm entworfene The Smiths-Shirt (statt Morrissey und Band gab es hier ein Foto von Will Smith und Familie).

 

The One with the collaboration

Bomb The Music Industry!s Jeff Rosenstock und Chris Farren sind gute Freunde. 2014 tat man sich dann auch endlich auch musikalisch zusammen und gründete mit Antarctigo Vespucci den spirituellen Nachfolger der Fake Problems. Jeffs chaotisches Gitarrenspiel passt einfach zu perfekt zum poppigen Gesang von Chris. Die beiden haben bislang zwei EPs (“Soulmate Stuff” und “I’m So Tethered”) und ein Album (“Leavin’ La Vida Loca”) veröffentlicht. Wir hoffen natürlich auf eine Fortsetzung. Songs wie “Don’t Die In Yr Hometown” und “I’m Giving Up on U2” haben gezeigt, das hier noch sehr viel Potential besteht.

 

 

The One with the trip to the island

Das Zusammenspiel von Jeff Rosenstock und Chris Farren beschränkt sich nicht nur auf die Musik. Mit “Back To The Island” haben die beiden auch einen kleinen Podcast zur Serie “Lost” gestartet.

 

The One with all the christmas lights

Es gibt bekanntlich sehr, sehr viele Weihnachtsalben. Wirklich geglückt sind davon aber leider nur wenige. She & Hims “A Very She & Him Christmas” oder “Funny Looking Angels” von Smith & Burrows sind Beispiele für Ausnahmen der Regel. Mit “Like A Gift From God Or Whatever” schloß sich 2014 auch Chris Farren der Riege derer an, die das ziemlich ausgelutschte Genre mit einem kleinen Höhepunkt versehen. Alleine wäre so ein Album natürlich nur halb so spannend wie mit einer Auswahl an illustren Gästen. Mit Sean Bonette, Laur Stevenson, Mae Whitman und einigen anderen Freunden ist es Chris aber gelungen, einen modernen Festtags-Klassiker zu produzieren.

 

The One where Chris writes a near perfect pop record

Chris Farren hat eine Mission: er will den perfekten Popsong schreiben – und er ist verdammt nah dran. Die Songs auf “Can’t Die” eint die Signatur, die Chris Farren in all seine Projekte mit einbringt: Pop, mit einem gehörigen Schuss Melancholie. Alles was auf den ersten Blick übertrieben euphorisch scheint, wartet unterschwellig mit einer bitteren Note auf. Diese aufs Minimum reduzierte Traurigkeit ist immens wichtig, da Sie die Songs verankert und verwurzelt.

Mit “Can’t Die” fügt sich Chris Farren qualitativ perfekt zwischen andere SideOneDummy-Künstler wie Allison Weiß, AJJ und den schon erwähnten Jeff Rosenstock ein. Wer sich mit dem bisherigen Werk von Chris Farren beschäftigt hat, wird vom Album zwar nicht überrascht sein, aber das ist ja auch gar nicht die Absicht. Ohrwürmer noch und nöcher und Songzeilen, die einen nachdenklich stimmen. Entweder man liebt es, oder man sollte das Album noch einmal hören.

Wir wissen nicht, was bei Chris als nächstes ansteht – aber wir sind verdammt gespannt.

 

 

 

SideOneDummy Records / Vö: 02.09.2016

 

Chris Farren als Support von Brian Fallon auf Tour:

Chris Farren 2016

Leave a Reply