The Lion And The Wolf – The Cardiac Hotel


The Lion And The Wolf 2016

 

Über The Lion And The Wolf haben wir hier schon so einiges geschrieben. Das Projekt, hinter dem Tom George von der Isle of Wright steckt, ist uns direkt ans Herz gewachsen, als wir ihn vor ein paar Jahren als Support von Rob Lynch gesehen haben. Seit diesem Abend im Gleis 22 in Münster haben wir Tom nun schon einige Male gesehen. Zusammen mit Künstlern wie Owls By Nature, Big Fin, Heart Of Oak (den wir ja neulich selbst zu Gast hatten) oder inkl. kompletter Backingband in der Prinzenbar – Tom ist eigentlich immer irgendwo unterwegs.

Bereits im vorletzten Jahr gab es mit “Symptoms” das Debütalbum – komplett selbst veröffentlicht und mehrfach neu aufgelegt. Nun erscheint mit “The Cardiac Hotel” endlich der Nachfolger. Statt auch dieses wieder selbst zu veröffentlichen, hat The Lion And The Wolf mit Grand Hotel Van Cleef und Xtra Mile Recordings ein Zuhause auf zwei Labels gefunden, die wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passen. Während Xtra Mile mit Künstlern wie Beans On Toast, Frank Turner, Skinny Lister und Against Me! grob um Punk und Folk kreist, ist Grand Hotel Van Cleef das Label von Thees Uhlmann (Tomte) und Marcus Wiebusch (Kettcar) mit Veröffentlichungen, die von Adam Angst über John K Samson und Death Cab For Cutie bis hin zu den diversen Projekten und Freunden der Labelväter, ein Ankerpunkt der deutschen Independent-Szene. Der Kreis zwischen Xtra Mile und Grand Hotel Van Cleef schließt sich mit dem schon erwähnten Rob Lynch, dessen Alben auf beiden Labels erschienen.

Unter all diesen Namen ist The Lion And The Wolf natürlich qualitativ in allerbester Gesellschaft und bedankt sich mit einem Album, das die Motive von “Symptoms” noch weiter verfolgt. Natürlich gibt es auch auf “The Cardiac Hotel” diese traurige Unternote, die schon ein so fester Bestandteil ist, dass sich die Anhängerschaft mit einem Augenzwinkern den Namen “Sad Club” gegeben hat.

Im Zentrum des Albums stehen die beiden Songs “Bar Stools” und “My Father’s Eyes” (die Thematisierung eines Herzinfarkts von Toms Vater), die man bereist von einer 7″ aus dem letzten Jahr kennt und die so etwas wie das Bindeglied zwischen “Symptoms” und “The Cardiac Hotel” darstellen. Der Rest der Songs wie beispielsweise das wunderbare Stück “December” orientiert sich daran und vermischt es mal mit eine Priese Elliott Smith (“Past The Pint Of Fair”) und mal mit einem kräftigen Schuss Death Cab For Cutie (“The Hospital Floor”). Ein tolles Detail sind die Bahndurchsagen, die im Hintergrund von “Walk On The Moon” zu Hören sind und dem Song ein ganz besonderes Flair geben (und ihn zugegebener Weise ein wenig an “Next Plane To London” von The Rose Garden erinnern lassen).

“The Cardiac Hotel” ist ein Album, dem man mit jedem einzelnen Song anhört, wie viel Herzblut in die Sache geflossen ist. Jedes Detail wurde sehr bedacht gewählt und solange verfeinert, bis es sich ins Ganze einfügen lässt. Bei all der Traurigkeit lässt einen “The Cardiac Hotel” am Ende schließlich doch mit einem guten Gefühl zurück. Wir freuen uns sehr auf die anstehende Tour.

Grand Hotel Van Cleef / Xtra Mile Recordings / Vö: 07.10.2016

 

The Lion And The Wolf auf Full Band Tour:

21.10.2016 – Wiesbaden, Walhalla
22.10.2016 – Winterthur, Gaswerk
24.10.2016 –  Köln, Stereo Wonderland
25.10.2016 –  Hamburg, Hafenklang
26.10.2016 – Essen, Zeche Carl
28.10.2016 –  Bremen, Tower
30.10.2016-  Berlin, Monarch
04.11.2016 – Weißenhäuser Strand, RollingStone Weekender (solo)

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