Jeff Rosenstock – WORRY


Jeff Rosenstock 2016

 

Eigentlich gibt es nur ein Problem mit Jeff Rosenstock: unweigerlich zieht man seine sehr speziellen Herangehensweise an das Thema Musik als Maßstab für andere Musiker heran. Ein Vergleich dem zwar viele stand halten, aber dennoch hervorragend als Filter dient.

Was durch Jeffs Stilistik oft nach Slapstick riecht ist in Wirklichkeit weit tiefgründiger. Ein Themenkomplex, der sich von persönlichen und zwischenmenschlichen Krisen über Gesellschaftskritik bis hin zur Adoleszenz in der Großstadt. Jeff Rosenstock’s Musik ist zu gleichen Teilen süß wie auch bitter – wie auch das Leben, welches hier gespiegelt wird.

Besonders eindrucksvoll ist der Song “To Be A Ghost…” der sich den durch Polizisten verübten Morden an unbewaffneten Zivilisten annimmt. In eine gänzlich andere Richtung geht wiederum “Bang On The Door” mit Zeilen wie “I’m tired of the downstairs neighbors judging me when I come home late and drunk. I’m tired of them judging me from across the street for the time that I wake up.”. Diese Symbiose von Songs, die unterschiedlicher nicht sein können und dennoch perfekt zusammen passen ist eins der Dinge, die ein Album von Jeff Rosenstock ausmacht. Das war bei “Bomb The Music Industry!” so, das ist auch auf Solopfaden noch genau so.

Ist das nun Anti-Pop? DIY-Punk? Jeff Rosenstock hat sich seine ganz eigene Nische geschaffen für sich und seine zahlreichen Projekte. Auch “WORRY” fügt sich nahtlos in dieses herrlich anarchische Gesamtwerk ein.

Kleine Randnotiz: Als wäre es noch nötig die Genialität von Jeff Rosenstock zu unterstreichen, enthält die beigelegten Download-Card Wildblumen-Samen und kann eingepflanzt werden. Zeigt mir etwas cooleres!

SideOneDummy Records / Quote Unquote Records / Vö: 14.10.2016

 

 

“Perfect always takes so long because it don’t exist. It doesn’t exist.” (“Perfect Sound Whatever”)

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