Kevin Devine – Instigator


Kevin Devine Record 2016

 

Bei manchen Künstlern muss man einfach irgendwie den richtigen Zugang finden. Es muss einmal Klick machen und plötzlich ist man komplett in dieser Welt versunken – und im Gedanken schon Fan von vollem Herzen. Kevin Devines neues Album “Instigator” bietet genau diese Schlüsselfunktion.

Natürlich kenne ich Kevin Devine bereits. “Brooklyn Boy” ist ein fantastischer Song, die Devinyl-Serie bei der er zusammen mit anderen Künstlern Coverversionen aufgenommen hat war ein sehr spannendes Experiment. Hinzu kommt, dass Kevin Devine einer der ersten Interviewpartner war, die wir hier hatten.

Damals standen wir beide im Regen (oder war es einfach nur verdammt kalt?) vor der Eule in Münster in dem Kevin an diesem Abend spielen sollte. Während Kevin also auf seinen Promoter wartete, sprach er mit mir über Brooklyn und den Wandel den dieser Teil New Yorks in den letzten Jahren erfahren hat.

Nun also “Instigator”. Kevin Devines mittlerweile neuntes (!) Album ist aus all den Zutaten zusammengesetzt, die ihn schon seit Jahren auszeichnen. Irgendwo Indie, irgendwo Singer/Songwriter irgendwie Punk, irgendwie laut, irgendwie leise.

Es gibt keine Sparte in die man Kevin guten Gewissens hinein stecken könnte. Hier funktioniert kein Schema X. Der einzige Faden, den man halbwegs verfolgen kann, sind die cleveren Tongue-in-cheek-Texte. Eine Themenvielfalt die von Polizeigewalt über einen persönlichen Rückblick auf Drogen und Alkohol bis hin zur Gesellschaftskritik so ziemlich alles behandeln und doch irgendwie einen logischen Zusammenhalt bilden. Vieles wirft Fragen auf und lädt zur tieferen inhaltlichen Beschäftigung mit den aufgeworfenen Themen ein.Musikalisch ist alles möglich – vom Gitarren-orientierten Upbeat bis hin zum leisen, aufs wesentliche reduzierten Song. Death Cab For Cutie oder Brand New? Beides!

 

“Instigator” wird seinem Titel also mehr gerecht und ist der Perfekter Anstifter um sich endlich mal im Detail mit Kevin Devine und seinen zahlreichen Veröffentlichungen zu befassen.

(Big Scary Monsters, Vö: 18.11.2016)


Nun zu euch:

Ihr wollte euch ebenfalls auf das Abenteuer Kevin Devine einlassen? Super! Hier folgt der ultimative Weg zu eurem neuen Lieblingskünstler:

 

  1. Hört euch das neue Album “Instigator” an.
  2. Hört euch das wunderbare Live-Album “Live At St. Pancras” an
  3. Hört euch die Devinyl-Serie an (und entdeckt nebenbei noch weitere neue Lieblingskünstler wie Tigers Jaw oder Jesse Lacey)
  4. Geht im Februar zu einem der Konzerte und schaut euch Kevin samt Goddamn Band an.

 

Noch nicht überzeugt? Wie wäre es mit diesem Video?

 

 

Tourdaten (mit Laura Stevenson):

16.01.17 Köln, Underground

17.01.17 Hamburg, Nochtspeicher

18.01.17 Berlin, Kantine am Berghain

20.01.17 Wiesbaden, Schlachthof

21.01.17 Schorndorf, Manufaktur

22.01.17 AUT – Wien, Chelsea

23.01.17 IT – Mailand, Magnolia

24.01.17 CH – Zürich, Eldoradio

26.01.17 BE – Antwerpen, Trix

27.01.17 NL – Amsterdam, Melkweg

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