Last year we had a list of christmas movies, this year we bring you Squiview’s Ultimate Christmas Playlist! 18 bands and artists chose their favourite christmas tunes – resulting in a mix that has something for everybody: cheerfull hymns, hate-songs, silence and a duet by Jessica Simpson. Enjoy!

1. Bob Dylan – It Must Be Santa (Christmas In The Heart)
I’m not a big fan of Christmas music and I was sceptic when Bob Dylan announced that he would publish a Christmas album. I still don’t know what to think of this album, but Must Be Santa is brilliant. It’s a polka with everything that comes along with it and Dylan shows that he hasn’t lost his sense of humour. Check for 1:52 when he is supposed to list all of Santa’s reindeers, but starts listing US Presidents instead. Oh and in the video Bob Dylan plays the creepy drunk uncle sitting in the corner of a house party that ultimately ends in a riot right before Santa arrives. Pure class!
John Allen

2. Burt Ives – Have A Holly Jolly Christmas
I think I would have to go with “Have a Holly Jolly Christmas” by Burl Ives. There is nothing like Burl Ives during the Christmas season. My grandmother would always play Burl Ives during Christmas and It wouldn’t be Christmas till this song was played.
6’10

3. Bing Crosby & The Andrews Sisters – Mele Kalikimaka
When I was a kid, Bing Crosby’s Merry Christmas LP was a heavy rotation mainstay on our turntable around the holidays. This was always my favorite song on the record. I love the sunny, un-Christmas-y vibe, the laid-back and flawlessly-executed arrangement, and of course those killer Andrews Sisters harmonies.
Jenny Owen Youngs read more »

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category: Platten
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Artist: 6’10

Titel: The Humble Beginnings Of A Rovin’ Soul

Selfreleased / Burnside Distribution

Vö: 09.01.2015


Tobin Bawinkel von Flatfoot 56 wandelt seit Neuestem auf Solo-Pfaden und tobt sich kreativ in seinem Folk-Projekt 6’10 aus. Die Band aus Chicago veröffentlicht am 9. Januar ihr Debüt Album in Eigenregie – und das hat wirklich einiges zu bieten:

Mit dem entspannten Opener “Cannonball” zeigt die Band gleich, wohin die musikalische Reise geht: Unwillkürlich fängt der Fuß an, mitzuwippen und am Ende des Songs erwische ich mich beim mitsummen. Gleichzeitig tut sich vor meinem inneren Auge ein gemütliches Hauskonzert auf, was gar nicht so abwegig ist, da Bawinkel laut eigener Aussage als Inspiration das Musizieren mit seiner Familie in Kindertagen diente.

Schön abwechslungsreich flicht die Band in den poppigen Folk neben Mandoline, Akkordeon, auch Geigen mit ein.

Die 11 Songs der CD kommen teils ungeschliffen sympathisch mit kleinen Schönheitsfehlern daher, was der ganzen Produktion einen freundlichen, rauen Charme gibt. Toll ist auch, dass zu hören ist, wo aufgenommen wurde: So sind Hintergrundgeräusche aus einem Wald, am Meer (bzw. vielleicht in der Nähe der Great Lakes?) und aus einem Café zu hören – eine tolle Idee, diesen Klangteppich in die Songs mit einfließen zu lassen!

Die Themen der Songs variieren, sind teils ergreifend, berührend und schneiden ernste Themen (Beziehungskrise, Trennung, Verlust) an, sind jedoch immer mit einer umwerfend positiven Message verbunden. So auch mein Lieblingslied der CD namens “Someday Hun” – ein toller Song über das Reisen, das Tourleben und das Zerbrechen einer Liebe.

“The Humble Beginnings of a Rovin” Soul ist eine durch und durch gelungene Platte, die richtig Spaß macht – egal ob sie poppig und locker wie bei “Tuesday” daherkommt oder folkig Storyteller-mäßig wie “Burning Ship”. Unbedingt reinhören!

Text: Paula Lingen

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Artist: Andrew Paley

Ort: Neuland, Bochum

Datum: 09.12.2014


The Static Age aus Chicago sind eine dieser Bands, die man fast jedes Jahr in kleinen Clubs erleben kann. Mit Alben und EPs die auf Flix Records und Uncle M erschienen sind, haben sich die Post-Punks bereits eine kleine Fangemeinde in Europa aufgebaut. Sänger Andrew Paley auf Solo ist dennoch eine Neuheit. Nach einigen Support-Slots für Garreth Klahn und Karl Larson schließt die Tour mit zwei Headline-Auftritten ab. Einer davon findet heute im Neuland in Bochum statt.

Das Neuland in Bochum ist eins dieser sympathischen kleinen Kaffeehäuser/Restaurants/Wohnzimmer, die in den letzten Jahren in immer mehr Städten aus dem Boden sprießen. Auch wenn die Musiker hier mitten im Raum stehen, gliedern sie sich dennoch voll und ganz in das Ambiente ein.

Bevor Andrew Paley an der Reihe ist, gibt es noch einen kleinen Supportact. Stefan Flanders, der sich einen zweiten Gitarristen als Unterstützung mitgenommen hat, schreit während seines kurzweiligen Auftritts die ganze Bude zusammen und erinnert irgendwie an eine Mixtur aus Clickclickdecker und Muff Potter ohne Strom.

Nach dieser Darbietung tritt Mr. Paley schließlich mit seiner Gitarre in den Raum und bietet mit “Amphibian” direkt den ersten The Static Age-Song. Da er vor kurzem erst ein Tape bei Flix Records veröffentlicht hat, gibt es mit “Feeling Detroit” natürlich auch einen Song hiervon.

Als wäre das Tape, die eigene Solo-Platte und die vielen Songs, die The Static Age bereits veröffentlicht haben, nicht genug, garniert Andrew das Set mit drei Coversionen. Zum einen gibt es “Waltz #2 (XO)” von Elliot Smith, einen Song, den er am Vorabend sogar zusammen mit Smiths ehemaligen Keyboarder performen durfte. Die zweite Cover-Version ist eine reduzierte Version des Hank Williams Klassikers “I’m So Lonesome I Could Cry”, dem Andrew mit seiner Stimme eine ganz eigene Note verleiht. “I Can’t Hardly Wait” von The Replacements kennt man bereits aus den Sets von The Static Age. Auch hier verleiht die Interpretation des Künstlers dem Song ein Eigenleben.

Im Vordergrund stehen aber heute eindeutig die Songs von The Static Age. So gibt es mit “These Days”, “Count The Dead”, “Ghosts”, “Eulogy” einen Querschnitt durch die bisherige Discography der Band, bei dem einige Songs nach eigener Aussage heute ihre Akustik-Premiere feiern. Mit “Alarms” wird zudem auch das 2007 erschienene Solo-Album “White Rooms” nicht außen vor gelassen und rundet einen Abend ab, nachdem man sehr zufrieden nach Hause geht und auf die nächsten Shows – mit oder ohne Band – hinfiebert.

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category: Interviews
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Mit dem Album  “Antelopes” passten The Dimensions perfekt in die Reihe der kleinen Punkbands auf die sich das Hamburger Label Zeitstrafe spezialisiert hat.  Nun gibt es mit “Blue Smoke” endlich neues Material der drei aus Köln. Für uns Grund genug um Franky zu all dem und noch viel mehr (Stichwort: Skateboardunfälle) auszuquetschen:

Ihr seid ja alle megamäßig beschäftigt mit Ausbildung, Jobs, anderen Bands. Erzähl doch mal, was ihr so in der letzten Zeit getrieben habt.

Also Maarten wohnt ja jetzt schon etwas länger in Düsseldorf, weil er dort ne Ausbildung zum Logopäden macht. Außerdem hat Maarten sich erst neulich mit seiner Freundin nen Hund zugelegt, mit dem er glaube ich recht viel Zeit verbringt. Musikalisch ist er neben Dimensions noch bei Underparts und Annotation aktiv.
Simon trifft man unter der Woche beim Music Store in Köln an. Der arbeitet da in der Gitarrenwerkstatt und baut sich da ständig neue Gitarren zusammen, wenn er die Zeit dazu findet. Ansonsten hilft er seit Mitte des Jahres recht oft bei Goodbye Fairground aus und spielt mit mir noch bei Port Rois.
Ich studiere derzeit noch, spiele mit Maarten bei Underparts und mit Simon bei Port Rois.

Wie kam es dazu dass ihr jetzt mit einer 7″ um die Ecke kommt?

Da gibt es mehrere Gründe. Der erste ist, dass 7″ an sich einfach ein tolles Format ist zum Musikhören. Wer hört schon ein ganzes Album am Stück, ohne sich nebenbei mit was Anderem zu beschäftigen. Ich zumindest nicht.
Der zweite Grund ist die Kehrseite, also die Produktion. Als wir letztes Jahr im Dezember über die nächsten Aufnahmen gesprochen haben, hatten wir vier Lieder grob stehen und der einzige absehbare Zeitraum, zu dem wir gemeinsam ohne ständige Unterbrechungen aufnehmen konnten, war zwischen Weihnachten und Neujahr.
Ein Freund hat uns dann einige Mikros geliehen und dann haben wir die Lieder selber aufgenommen. War ein Experiment, aber da lag auch der Reiz drin.

Das Artwork ist ziemlich schick. Wer hat’s gemacht und was war die Idee dahinter?

Das Artwork stammt von Jamie Morrison von den Pale Angels. Als Maarten und ich letztes Jahr mit Underparts in der UK eine Tour gespielt haben, haben wir bei Jamie in Swansea übernachtet. Er hat bzw. hatte ein ziemlich freakiges Haus, in dem so ziemlich jeder Gegenstand angemalt war. Eine Sache fanden Maarten und ich beide total toll. Das war so eine angemalte Holzklappe von einem Sicherungskasten. Aus diesem Bild ist letzten Endes unser Cover entstanden, weil es von der Stimmung gut zu dem Titelstück “Blue Smoke” passt.

“Antelopes” ist 2012 auf Zeitstrafe erschienen. Hat sich durch das Label bei euch eigentlich viel verändert? Also was die Wahrnehmung der Band bei den Leuten anbelangt oder dass ihr selber anders an Dinge wie das Songwriting herangeht?

Klar, Zeitstrafe hat uns glaube ich echt einen guten Schritt nach vorne gebracht. Als Band ein Album zu haben, wirkt sich glaube ich auch direkt auf die Wahrnehmung aus. Renke hat uns aber auch schon vor der “Antelopes” ziemlich viel geholfen. Vor allen Dingen dadurch, dass wir viel mit Antitainment und Trip Fontaine spielen konnten.
Das Songwriting hat sich nach der “Antelopes” schon stark geändert. Bis dahin haben wir bei jedem Release erst recht aufwendige Voraufnahmen gemacht und dann im Studio einfach nur genau das nachgespielt, was wir zuvor in den Voraufnahmen erarbeitet haben. Bei “Blue Smoke” war das ein viel intuitiverer Prozess. Wir haben einfach angefangen aufzunehmen und dann solange an den Songs gebastelt bis wir die gut fanden.

Wann kommt ihr eigentlich mal wieder auf Tour?

Puh. Gute Frage. Ich hoffe mal, dass wir es diesen Sommer schaffen, aber konkrete Pläne gibt es da noch nicht.

Ich finde bei euch total super, dass ihr nur zu dritt seid. Inzwischen haben ja alle Punkrock Bands zwei Gitarristen. Habt ihr euch schon mal überlegt noch jemanden mit ins Boot zu holen?

Wir haben 2007 sogar mal mit zwei Gitarristen geprobt, aber das hat gar keinen Spaß gemacht. Sonst waren wir hin und wieder mal zu viert, wenn Maarten sich mal wieder den Mittelhandknochen gebrochen hat. Das ist insgesamt dreimal passiert. Einmal hat er an seinem Geburtstag einen Fakie 360° von der Veranda gemacht und ist auf der Hand gelandet.

Was sind so eure derzeitigen Lieblingsbands?

Maarten hört momentan viel The National und dann noch die “Cuban Balerina” von Dead to Me seitdem raus gekommen ist, dass die wieder mit dem alten Gitarristen Jack Dalrymple an neuem Material arbeiten.
Simon hört Timeshares und Northcote.
Ich höre schon seit Monaten ständig die “Different Class” von Pulp, sonst Ty Segall und beim Radfahren Omar Korshid.

Kommt demnächst noch das nächste Full Length?

Zumindest sind wir gerade schon wieder fleißig dabei, neue Lieder zu schreiben.

Interview: Clemens Richard

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category: Platten
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Artist: The Lion And The Wolf

Titel: Symptoms

Selfreleased

Vö: 24.11.2014


Es wurde ja auch langsam Zeit. Nachdem man The Lion And The Wolf in diesem Jahr nahezu ständig in niedlichen Bars oder gemütlichen Kaffeehäusern in der näheren Umgebung sehen konnte, gibt es die Songs des vielversprechenden englischen Songwriters mit “Symptoms” endlich auf Vinyl.

“Bandages” zeigt bereits als Album-Opener die Richtung der Reise an, auf die der Hörer innerhalb der nächsten 41 Minuten entführt wird. Melodien, die schnell mitreißen geben der durch und durch angenehmen Mischung von Euphorie und Traurigkeit in den Texten das nötige Etwas, das dieses Album zu einem ganz besonderen Werk macht.
“A Hand Of Applause” ist vielleicht einer der schönsten Songs, der in diesem Jahr auf Platte herausgebracht wurde und sticht selbst bei diesem aus Highlights bestehenden Album noch heraus.
Bei Songs wie “Ghosts On Trinity” weckt das Album Assoziationen an Post-Punk Bands wie The Static Age. “Symptoms”, der Namenspate für das Album, hingegen bietet mit gesanglicher Unterstützung im Refrain einen weiteren Ohrwurm.
“The Hole That It Leaves” wiederum startet langsam auf Stimme und Gitarre reduziert, gipfelt aber schließlich in einem Finale, bei dem musikalisch alles aufgeboten wird, was im Studio vorhanden ist.

Was The Lion And The Wolf ausmacht, ist vor allem die Tatsache, dass jede Zeile, jedes Wort extrem bedacht gewählt erscheint. Gleichzeitig umgibt die Songs eine angenehme Vertrautheit.
Als The Lion And The Wolf die Entscheidung traf, seinen Job an den Nagel zu hängen und sich stattdessen komplett der Musik zu widmen, hat er richtig gelegen. Das Ergebnis ist dieses wunderbare Album. Reinhören! Kaufen! Live anschauen!

PS:Da The Lion And The Wolf das Album mit viel Mühe selbst und ohne Plattenfirma veröffentlicht, soll an dieser Stelle auf den Shop des Künstlers verwiesen werden: http://thelionandthewolf.bandcamp.com

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category: Interviews
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Viele haben sich verwundert die Augen gerieben als die Wiener von New Native plötzlich als Support von Pianos Become The Teeth und Silver Snakes bestätigt wurden.
Dabei sind die Jungs um Frontmann Michael von Blind of 69 Szenekennern bereits ein Begriff. Der Grund ist ganz einfach: Die Band schreibt verdammt eingängige Rocksongs, die sich im Ohr festnagen. Wir haben den Durchstartern deshalb ein paar Fragen gestellt.

Ihr seid ja noch eine sehr junge Band. Erzählt doch mal wie ihr euch gefunden habt.

Wir spielten vor New Native alle schon in unterschiedlichen Bands und lernten uns so durch gemeinsame Konzerte kennen. Ich (Michael – Gesang, Gitarre) spielte eine Zeit lang mit Christian (Gitarre) in einer Pop-Punk Band und mit Simon (Bass) war ich in einem Hardcore-Projekt aktiv. Unser Drummer Alex spielte damals bei einer befreundeten Punk-Band, die sich dann in etwa zur selben Zeit auflösten wie unsere anderen Projekte. Nachdem wir aber alle weiterhin Musik machen wollten, beschlossen wir gemeinsame Sache zu machen und New Native war geboren.

Michael, du warst ja zuvor in Blind of 69 aktiv. Warum gibt es die Band nicht mehr?

Die Band fühlte sich einfach nicht mehr richtig an. Es gab gegen Ende zu große persönliche Differenzen und es schien, als wäre keiner mehr so richtig bei der Sache.

Was macht ihr sonst noch so neben New Native? Studiert ihr? Wenn ja, was?

Arbeiten und Studieren. Unser Drummer Alex fängt nächstes Semester an zu studieren, Christian (Gitarre, Gesang) arbeitet als Webdesigner, Simon studiert Medizin in Wien und ich studiere BWL (nein, ist kein Scherz) und arbeite nebenbei. Das klappt eigentlich alles ganz gut und lässt sich mit der Band vereinbaren. read more »

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Artist: Sunparlour Players

Ort: Madame Claude, Berlin

Datum: 20.11.2014


Die Sunparlour Players sind in Kanada längst kein Geheimtipp mehr. Dort verkauft die Band inzwischen mittelgroße Klubs aus und spielt auf den größten Festivals des Landes. Nach Berlin hat sich der Hype um die 2-Mann-Kombo noch nicht ganz herumgesprochen. So verirren sich nur ca. 30 zahlende Besucher in den Keller der schönsten Bar Berlins.

Offenbar hat die Band auf Tour einiges erlebt und Sänger Andrew präsentiert sich in ausgesprochener Redefreudigkeit und philosophiert über Clubs in Europa, erzählt vom Autoverkehr und den verrückten Shows, die die Band zuvor absolviert hat. Die gute Stimmung überträgt sich auf das Set und vor allem auf das Publikum, das bei Hits wie dem großartigen “Runner” ordentlich mitgeht. Ganz Berlin-typisch ist man trotz starker Bandperformance oftmals aber trotzdem erstaunlich verhalten. Die Band rockt sich so durch ein 9-Song-Best-Of-Set und durchbricht schließlich mit “O’ Captain” auch beim letzten Besucher das Eis.

Wer das Hauptstadtpublikum so für sich gewinnt, wird demnächst auch auf größeren Bühnen zu sehen sein. Danach bin ich noch schnell zum Merchstand und muss mit Erstaunen feststellen, dass das neue Album “The Living Proof” als LP bereits ausverkauft ist. Stattdessen gehe ich mit einem selbstgemachten Senf (!) und einer CD der Band nach Hause. So geht ein schöner Konzertabend recht skurril zu Ende.

Text: Clemens Richard
Foto: AS Pictures

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Artist: Restorations

Titel: LP3

SideOneDummy / Cargo

Vö: 31.10.2014


2014 ist das Jahr von SideOneDummy Records. Mit Alben von Andrew Jackson Jihad, Superheaven, Violent Soho, Chuck Ragan, The Smith Street Band (hier von Uncle M veröffentlicht) und PUP hat sich das Indielabel schon diverse Plätze in den Toplisten am Ende des Jahres gesichert. Mit dem neuen Album von Restorations wird diese Erfolgsgeschichte sicherlich nochmals ergänzt.

Das dritte Album der Band aus Philadelphia hört auf den Namen “LP3″. Es ist eine LP. Es ist die dritte Scheibe. Alles logisch so weit. Viel auffälliger als der Name jedoch ist der gewaltige Sprung nach vorne, den Restorations mit diesem Album machen. Klassischer Punkrock trifft auf monumentale Melodien. Zwei nahezu gegensätzliche Ansätze werden durch die Stimme von Jon Loudan zusammengebracht. Ein Experiment, das schnell scheitern kann, macht erstaunlicher Weise absolut Sinn und klingt durchaus beeindruckend.

 

Gerade die Stimme ist es, die den Hörer an “LP3″ klammert. Selbst in Teilen des Albums, wo andere Sänger sicherlich zum Schreien neigen würden, wird hier Ruhe und Gefasstheit entgegengesetzt, was zur Folge hat, dass die Songs auf einem einheitlichen Intensitäts-Level bleiben.

Höhepunkte des Albums sind zum einen “Seperate Songs”, welches zugleich auch als erste Single veröffentlicht wurde, sowie “It’s Not”, dass mit einer Länge von 6:48 das Album auf einem sehr hohen Niveau abschließt.

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In zwei Wochen erscheint mit “Symptoms” das Debüt-Album von The Lion And The Wolf, eine der vielversprechendsten Platten der zweiten Jahreshälfte. Doch wer verbirgt sich eigentlich hinter dem Künstlernamen? Während seiner Tour als Support für Owls By Nature, hat sich der britische Singer / Songwriter in unser Freundschaftsbuch eingetragen und verrät uns beispielsweise seine Lieblingsserie.

 

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Artist: Joyce Manor, Cheap Girls, Great Cynics

Ort: Cassiopeia, Berlin

Datum: 06.11.2014


Ich mag Shows, die früh anfangen. Einlass heute ist um 20 Uhr und pünktlich um 20:30 stehen auch schon Great Cynics auf der Bühne. Leider ist noch nicht viel los. Ich zähle etwa 30 Leute. Trotzdem legen Great Cynics gut los.
Die Band war vor wenigen Jahren noch ein-Mann-Projekt mit Akustikgitarre, heute klingt man nach einer Mischung aus The Thermals und Lemuria. Ich bin Fan. Dazu kommt noch dass der Sänger eine etwas eigenwillige Bühnenperformance abliefert und die Jungs und Mädels konsequent ihren Stiefel runterspielen. Klingt tight und das mittlerweile besser gefüllte berliner Donnerstags-Publikum ist einigermaßen aufgewärmt.

Anschließend betreten Cheap Girls die Bühne. Die Band sieht nicht wirklich aus wie die typische Flanell-Hemden-The-Fest-Band und klingt auch überhaupt nicht so. Der The Replacements-Einfluss ist jederzeit spür- und hörbar. Ich werde auch etwas an Weezer erinnert, ich weiß aber auch nicht warum. In jedem Fall spielt die Band ohne große Ansagen ein mitreißendes Set. Sänger Ian wirkt sehr fiebrig, ist aber unglaublich stimmsicher. Überhaupt ist die Band musikalisch top. Für mich sind Cheap Girls das Highlight des Abends.

Joyce Manor ziehen als Headliner die meisten Besucher und es ist erstaunlich wie textsicher das berliner Publikum ist. Inzwischen ist der Raum auch gut zu dreiviertel gefüllt. Die schnellen Hits der Band kommen live gut rüber. Mir wird aber leider schnell ein wenig langweilig. Der letzte Funke will einfach nicht überspringen. Das liegt auch daran, dass keins der Bandmitglieder wirklich mit dem Publikum spricht. Nachdem ein Mädchen im Publikum zuruft, dass sie aus Italien angereist ist, reagiert der Sänger mit einem simplen “this is awesome”. Na, gut. Die Zugabe dauert auch nur knappe 2 Minuten.
Was bleibt ist trotzdem ein sehr runder Abend für faire 14 Euro mit drei guten Bands und Cheap Girls als persönliches Highlight.

Text: Clemens Richard

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